Die Projektbausteine

Fit for Life

Davon ausgehend, dass im ersten Schritt der beruflichen Orientierung Jugendliche gefordert sind, sich ihrer Interessen und Fähigkeiten bewusst zu werden, nimmt der Baustein „Fit for life“ in diesem Zusammenhang einen zentralen Stellenwert ein.
Während der zweitägigen Übernachtungsfahrt mit SchülerInnen der 8. Klasse finden themenbezogene und praktische Übungen, geschlechtsreflektierende Module, Einzel- und Gruppenübungen u.v.m. statt, die Mädchen und Jungen unterstützen sollen, eigene Stärken, Interessen, Fähigkeiten, Wünsche, Werthaltungen und Zukunftsperspektiven zu erkennen.


Das subjektive Erleben und Soziale Lernen im bewertungsfreiem Raum bietet für viele Jugendliche den Zugang zu diesen Themen:

  • Reflexion persönlicher Zukunftsvorstellungen
  • Auseinandersetzung mit der eigenen Person
  • Perspektiven erkennen- realistische Ziele setzen
  • Reflexion der eigenen Stärken und Schwächen
  • Beschäftigung mit persönlichen Interessen
  • Stärkung des Selbstwertgefühls
  • Teamfähigkeit- die Bedeutung von Teamarbeit erleben und die eigene Rolle im Team reflektieren
  • Konfliktfähigkeit- Konflikte konstruktiv lösen und eigene Interessen gewaltfrei durchsetzen
  • Kritikfähigkeit- Feedback geben und annehmen
  • Verantwortung übernehmen und Aufgaben zuverlässig erledigen
  • Die eigene Geschlechter-Rolle erkennen und geschlechtsspezifische Erwartungen reflektieren


Dabei halten wir folgende Arbeitsbedingungen und Haltungen für unerlässlich:

  • Der einzelne Jugendliche steht im Mittelpunkt
  • Wir begegnen den Jugendlichen respektvoll, vorurteilsfrei und wertschätzend
  • die Angebote sind bedürfnisorientiert und der Situation angemessen
  • die Förderung der sozialen Kompetenzen stehen im Mittelpunkt und nicht die Beurteilung der Fähigkeiten des einzelnen
  • Wir wahren persönliche Grenzen; die Teilnahme basiert grundsätzlich auf Freiwilligkeit
  • Es geht um die Erweiterung der individuellen Handlungskompetenzen
  • Wir arbeiten ressourcenorientiert


Das Seminar wird von einem Team aus zwei pädagogischen Kräften und einer Kursleitung geleitet.

Auftritt Beruf

Aufbauend auf den Baustein 1 ("Fit for life") geht es bei dem zweiten Baustein um die individuelle Lebensplanung und um Berufswünsche. Durch theaterpädagogisch begleitete Programmeinheiten werden Schüler der Klasse 9 an Projekttagen dazu angehalten, sich mit ihren Wünschen, Ängsten und Hoffnungen zu beschäftigen. Dabei wird die eigene Haltung, sowohl die äußere als auch die geistige, reflektiert und sichtbar gemacht, indem Einheiten zur Körperwahrnehmung, Senisbilisierungsübungen, Wahrnehmungsübungen und Rollenspiele durchgeführt werden.


Ziele:

  • ganzheitliche Auseinandersetzung mit dem Thema Leben und Beruf
  • Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und dem damit verbundenen Rollenverständnis
  • Selbstbestimmtes Lernen und Handeln
  • Sensibilisierung und Selbstreflexion
  • Reflexion der eigenen Situation und Entwicklung von Zukunftsperspektiven und beruflichen Zielen und Wünschen
  • Stärkung der Eigenverantwortung


Das Ergebnis der Projekttage wird den Eltern bei einem Elternabend vorgestellt.

Elternarbeit

Die Elternarbeit innerhalb des Projektes spricht die Eltern der SchülerInnen, die die Klassen 8,9 und 10 besuchen an. Neben informellen Gelegenheiten das Projekt kennen zu lernen, wird den Eltern folgendes Programm angeboten:

 

  • Informationsabend für die Eltern, Vorstellung des Baustein 1 Fit for life
  • Workshop zum Thema Stärken unf Fähigkeiten meines Kindes
  • gemeinsame themenbezogene Exkursionen mit den Kindern
  • gemeinsame Auswertung des theaterpädagogischen AngebotesAuftritt Beruf
  • Coaching für Eltern und Kinder


Die Eltern werden in das Gesamtprojekt mit einbezogen und werden dazu angehalten an den einzelnen Projektbausteinen mit eigenen Ideen und Kräften mit zu wirken.
Die CAJ möchte mit diesem Angebot die Chancen der Jugendlichen stärken, Dialog und Auseinandersetzung mit Erwachsenen zu erfahren und an den Lebens- und Berufserfahrungen, an der Kreativität, Begabung, Ideen und Visionen in generationsübergreifenden Miteinander teilzuhaben.
Das Angebot versteht sich als ergänzende Elternarbeit in Kooperation mit der Schule.

Treffpunkt Wunderbar

Alle Schüler der Klassen 8,9 und 10 der Partnerschulen können ein regelmäßiges Nachmittagsangebot wahrnehmen. Davon ausgehend, dass Jugendliche nicht nur in forma-en Bildungszusammenhängen wie der Schule lernen, sondern auch in informellen und non-formalen Settings wird mit diesem Angebot eine bewusst non-formale Lernmöglichkeit zum Thema Berufsorientierung installiert.

Die sozialpädagogischen Angebote und Hilfeleistungen der Wunderbar versuchen, die Jugendlichen in ihrem gesamten sozialen Umfeld zu sehen. Qualifizierte Honorarmitarbeiter sind für Gespräche der Lebens- und Berufsplanung immer Ansprechpartner und stehen mit konkreter Unterstützung auch im Rahmen einer „Ausbildungsbrücke“ an einzelnen Vormittagen für Beratungsgespräche zur Verfügung in denen Informationen und Anregungen zur allgemeinen und beruflichen Lebensplanung, Orientierungshilfe bei Entscheidungen in persönlichen und beruflichen Angelegenheiten sowie Hilfen bei der Vermittlung in Ausbildungs-und Praktikumsstellen gegeben werden.


Ausgehend von einem akzeptierenden Ansatz setzen die Mitarbeiter bei den Ressourcen der SchülerInnen an und schaffen eine Vertrauensbasis, nicht zuletzt auch mit dem Ziel die Jugendlichen sozial zu stabilisieren. Durch die Regelmäßigkeit des Angebotes entsteht eine behutsame pädagogische Einflussnahme, die unserer Erfahrung nach auch die Jugendlichen erreicht, die aufgrund von negativer Selbststigmatisierung, Schulmüdigkeit und Perspektivlosigkeit nicht an den bereits vorhandenen Unterstützungsangeboten (z.B. Startklar) teilnehmen.


Die Wunderbar als offener Treff ist der wesentliche Bestandteil des Projektvorhabens.